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Coach-Kodex

Verhaltens- und Ehrenkodex des Deutschen Coach-Lexikons

Coach darf sich in Deutschland jeder nennen. Diese zwölf Grundsätze beschreiben die Haltung des Deutschen Coach-Lexikons zu verantwortungsvollem Coaching.

Coaching bedeutet, Menschen in ihrer Entwicklung zu begleiten. Wer diese Aufgabe übernimmt, trägt Verantwortung: für einen respektvollen Umgang, für die Qualität der eigenen Arbeit und für das Vertrauen, das ihm entgegengebracht wird.

Die folgenden Grundsätze sind als Maßstab des beruflichen Handelns für Coaches im Deutschen Coach-Lexikon vorgesehen.

  1. Wir achten die Würde jedes Menschen.

    Wir begegnen Menschen mit Respekt, Wertschätzung und Offenheit. Wir dulden keine Diskriminierung, Erniedrigung oder Ausgrenzung. Unterschiedliche Lebensentwürfe, Überzeugungen und Erfahrungen behandeln wir mit Achtung.

  2. Wir stärken Selbstbestimmung.

    Wir unterstützen unsere Klientinnen und Klienten dabei, eigene Entscheidungen zu treffen und ihren Weg eigenverantwortlich zu gestalten. Wir drängen ihnen unsere persönlichen Überzeugungen nicht auf. Unser Ziel ist, ihre Selbstständigkeit zu stärken.

  3. Wir machen ehrliche Angaben.

    Wir stellen unsere Qualifikationen, Erfahrungen, Methoden und Leistungen wahrheitsgemäß dar. Wir verwenden Titel und Auszeichnungen so, dass ihre Bedeutung nachvollziehbar ist. Wir geben keine Erfolgsgarantien und wecken keine Erwartungen, für die es keine belastbare Grundlage gibt.

  4. Wir schaffen Klarheit vor der Zusammenarbeit.

    Wir vereinbaren Ziele, Vorgehensweise, Honorar und wesentliche Bedingungen der Zusammenarbeit verständlich und transparent. Dazu gehören auch Regelungen zu Absagen und zur Beendigung des Coachings. Wenn Dritte das Coaching beauftragen oder bezahlen, klären wir die jeweiligen Rollen und Erwartungen.

  5. Wir schützen Vertraulichkeit.

    Wir behandeln persönliche Informationen und Inhalte des Coachings vertraulich. Vor Beginn klären wir die geltenden Grenzen der Vertraulichkeit. Informationen geben wir nur mit entsprechender Einwilligung oder aufgrund einer gesetzlichen Verpflichtung weiter. Das gilt auch gegenüber zahlenden Auftraggebern.

  6. Wir kennen die Grenzen unserer Kompetenz.

    Wir übernehmen nur Aufgaben, für die wir ausreichend qualifiziert sind. Wir unterscheiden Coaching klar von medizinischer, psychotherapeutischer und anderer spezialisierter Beratung. Wenn ein Anliegen unsere Kompetenz überschreitet, sprechen wir dies offen an und empfehlen geeignete fachliche Unterstützung.

  7. Wir wahren professionelle Grenzen.

    Wir nutzen das Vertrauen unserer Klientinnen und Klienten weder für persönliche noch für sexuelle oder unangemessene wirtschaftliche Interessen aus. Wir vermeiden Abhängigkeiten und legen mögliche Interessenkonflikte offen. Ist eine verantwortungsvolle Zusammenarbeit nicht mehr möglich, sprechen wir dies an und beenden sie gegebenenfalls.

  8. Wir arbeiten sorgfältig und reflektiert.

    Wir wählen unsere Methoden passend zum Anliegen und zur Situation der Klientinnen und Klienten. Wir erläutern unser Vorgehen verständlich und respektieren persönliche Grenzen. Wir prüfen gemeinsam, ob das Coaching hilfreich ist, und passen es bei Bedarf an.

  9. Wir entwickeln unsere Kompetenz weiter.

    Wir bilden uns regelmäßig fort und reflektieren unsere Arbeit, beispielsweise durch Supervision, Intervision oder fachlichen Austausch. Wir nehmen Rückmeldungen ernst, erkennen eigene Fehler an und arbeiten daran, unsere Qualität zu verbessern.

  10. Wir nutzen digitale Werkzeuge verantwortungsvoll.

    Auch bei Online-Coaching, Aufzeichnungen und dem Einsatz künstlicher Intelligenz schützen wir persönliche Informationen. Wir informieren über den Einsatz solcher Werkzeuge, soweit sie die Zusammenarbeit oder die Verarbeitung vertraulicher Inhalte betreffen, und holen erforderliche Einwilligungen ein. Die Verantwortung für unsere Arbeit bleibt bei uns.

  11. Wir handeln fair gegenüber unserem Berufsstand.

    Wir begegnen Kolleginnen und Kollegen respektvoll. Wir verzichten auf herabsetzende Aussagen, irreführende Vergleiche und die unberechtigte Übernahme fremder Inhalte. Fachliche Kritik äußern wir sachlich und begründet.

  12. Wir stehen zu unserer Verantwortung.

    Wir halten unseren Eintrag im Deutschen Coach-Lexikon aktuell und korrigieren unzutreffende Angaben. Wir erwecken nicht den Eindruck, die Aufnahme bestätige Qualifikationen oder Leistungen, die tatsächlich nicht geprüft wurden. Hinweise auf mögliche Verstöße gegen diesen Kodex nehmen wir ernst und wirken an einer fairen Klärung mit.

Persönliche Verpflichtung

Ich erkenne den Verhaltens- und Ehrenkodex des Deutschen Coach-Lexikons an und verpflichte mich, meine berufliche Tätigkeit an diesen Grundsätzen auszurichten.

Ich stehe für ein Coaching, das die Würde des Menschen achtet, Selbstbestimmung stärkt und dem entgegengebrachten Vertrauen gerecht wird.

Die persönliche Anerkennung dieser Erklärung ist für den Eintrag ins Deutsche Coach-Lexikon vorgesehen.

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